Wieder mal auf dem Trockendock

 

Portobelo

Familien-Besuch: Patentochter Marely mit ihrem Juan
Festungs-Stürmer

Mit unserem treuen Matrosen Manfred wollten wir eigentlich drei San Blas Wochen mit unserer Kanal-Durchfahrt krönen. Doch die kolumbianische Schnell-Installation unserer neuen Außenborder  muß nochmals überarbeitet werden. Außerdem
haben wir einige Stellen an unseren Beams (Querträger) entdeckt, die dringend ausgebessert werden müssen, bevor wir den großen Sprung über den Pazifik wagen.

All das, und die Tatsache, daß es in der Südsee nicht viele Möglichkeiten gibt, uns aus dem Wasser zu holen führten zu unserer Entscheidung, nochmals aufs Trockendock zu gehen.

In der Linton Marina, gelegen zwischen San Blas und Portobello / Colòn, hängen wir am ersten Mai mal wieder in einem Travellift.

Ein Tag auf dem Trockendock ist so teuer wie ein Tag Ayurveda-Kur….. nur nicht so gesund!

Mit Vollgas starten wir die Arbeiten: Auf dieser Werft gibt es gute  Handwerker. Bei Luìs , der seine Schweißer-Werkstatt gleich neben unserem Parkplatz hat  beaufsichtigt Berti zwei Tage lang die Anfertigung unserer Motorenwannen. Dieses Mal werden sie aus Aluminium angefertigt, jeder Arbeitsschritt wird nachgemessen, jeder Fehler schon im Ansatz korrigiert…. Danach wird auch noch die Aufhängung für die „Generator“kiste ( ich kann mich noch nicht an das Wort „Kompressor“kiste gewöhnen) nochmals neu und aus Aluminium gemacht –. ( Die kolumbianische ist schon nach acht Monaten wieder total verrostet).

Schweißer-Werkstatt in Panama
Gerüst für Motorenwanne, diesmal aus Alu

 
Beim Schreiner Luìs lassen wir uns die Latten für unsere neue Badeleiter anfertigen. Die alte Treppe hat nun fast zwanzig Jahre auf dem „Buckel“, soooo viel ist darauf passiert: Spülen, Duschen, Schwätzen, Fischen, Sport, Werkstatt, so viele Sundowner sind hier getrunken worden, so viele Tassen versenkt, so viele Tauchgänge gestartet, so viele kühne Sprünge ins Wasser gewagt! Jetzt sind die Stufen spürbar „weich“ geworden, und das ganze Konstrukt muß neu gemacht werden. Hier in Panama gibt es ein wunderbares Holz dafür. Es heißt „Cedra Amarga“ und wird unsere kanadische Western Red Cedar gut ersetzen. Doch dieses Projekt können wir auch im Wasser realisieren, Vorrang haben die Reparaturen, für die wir an Land stehen müssen.

Ich LIEBE Schreinereien!
Die Latten werden handverlesen
Schreiner-Werkstatt in Panama

 
Unsere Beams sind nun auch schon 25 Jahre alt und in 18 Jahren, nach drei Atlantik-Überquerungen, vielen Schwerwetter-Passagen im Mittelmeer haben sie ordentliche Wellenschläge eingesteckt. Durch die zum Teil beachtlichen Torsionen haben sich Risse im Laminat gebildet, in die  hier in den Tropen die Feuchtigkeit leicht eindringt und das Holz zum Faulen bringen kann. Dem muß man rechtzeitig Vorschub leisten, alles kaputte Holz herausholen, gut trocknen lassen, mit Epoxi
versiegeln und gut verspachteln. Dann kommt wieder eine Lage Glasfaser drauf, zwei Schichten Lack, weil Epoxi in der Sonne kaputt geht, und weil’s dann wieder schön aussieht.

Wieder mal schneller geschrieben, als gemacht…

Hier steht normalerweise die Generator-Kiste
Bööööööser Riss!
Nachtschicht…
Ein 15 kg schweres Brett aus Almendra-Holz wird mit glasfaserverdicktem Epoxi angeklebt
…un du glabsch, des hebt?
…des hebt BOMMBO!
Der geschiente Beam, davor der neue Träger für die Kiste

Doch heute sind wir damit fertig geworden! Jetzt können die fünf Schnürungen, die wir öffnen mußten wieder befestigt werden . Darin sind wir mittlerweile geübt: mit Jümar und Winsch werden die Wicklungen stramm gezogen, und dann nochmals quer verknotet. Dauert pro Schnürung eine halbe Stunde.

 

Freihängender Motor, bereit zum Ölwechsel
Die neue Ankerkette wird markiert
90 m nagelneue Ankerkette: gute 200 kg!

Der aus Deutschland eingeflogene nagelneue Tauchkompressor wird abgeholt.

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