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Diese Startblöcke heißen Archipielago de las Perlas, das ist eine Inselgruppe südlich von Panama. Die über 250 Inseln sind zum großen Teil wild, wunderschön und voller wundersamer Tiere. Vor allem die Wale faszinieren uns, die jetzt gerade hierher kommen, um ihre Babies zu bekommen. Aber auch Adlerrochen, Schildkröten, Muränen und sonderbaren Vögeln begegnet man hier: alles etwas größer als im Atlantik. Auch die Gezeitenunterschiede sind deutlich größer, es hat bis zu fünf Metern Tidenhub. Damit muß man beim Ankern schon rechnen!
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Gleich zur Begrüßung auf den Las Perlas: WALE!
Doch von Anfang an. Die Rückreise der Bordfrau von einem kurzen Heimaturlaub war dank brüderlichem Flughafen-Zubringer und Direktflug mit der Condor ein Kinderspiel. Bis auf das Pokern mit den Abfertigungs-Kollegen, ob meine 17 kg schwere Stoffrolle auch wirklich als Sportgepäck (Segeln ist doch Sport, oder?) und somit kostenfrei durchgehen war es eine sehr entspannte Reise. Mit insgesamt 70 Kilo Gepäck (darunter ein Ersatz-Autopilot, mehrere Kilo sizilianisches Nussmus und Mandeln, zwei (nicht aufgeblasene) Kugelfender, ein Thermomix (in Original-Tasche als Handgepäck, wurde mehrfach darauf angesprochen), Ersatzteile, Ersatzteile, Ersatzteile…..)

Fast gleichzeitig kamen auch unsere beiden Matrosen Eva mit fast ebensoviel Gepäck an: Eva mit Kitesurf- und Medizin-Ausrüstung und Dieter mit einer kompletten Angelausrüstung, viel Erdnußbutter und unserem neuen Solar Oven ( der dem Zoll hochverdächtig war) in Panama City an.

Zwei prall gefüllte Wochen voller Einkäufe, Besorgungen, Erledigungen und auch Sightseeing folgten. Eine neue Rettungsinsel wurde angeliefert, alle Feuerlöscher überprüft, das Funkgerät mußte repariert werden, und last but ganz sicher not least: unsere Ruder-Aufhängung sollte noch eine Verstärkung bekommen. Nach drei Atlantiküberquerungen verfügen wir nun doch über einige Erfahrungen, was alles schief-, kaputt- und leck- und locker-gehen kann. Auf unserer zweiten Atlantiküberquerung ( West-Ost) brach uns einer der Ruder-Helmstöcke durch Materialermüdung. Obwohl repariert und vorsorglich auch auf der anderen Seite erneuert, sollte diese potentielle Schwachstelle verstärkt werden. Durch Empfehlung fanden wir sogar einen deutschsprachigen (österreichischen) Schweißer, mit dem sich der Chefingenieur gut verstand, und der die beiden Teile anfertigen sollte. Da dieser die Arbeit aber outsourcen mußte, verzögerte sich alles und wurde auch nicht den hohen Ansprüchen des Käptens gerecht. Mal wieder viel Lehrgeld gezahlt, aber immerhin ein Ruder gut und eines einigermaßen verstärkt.
Da wir in Portobelo einen guten Holzhändler gefunden hatten ließen wir uns die Zedernholz-Leisten für eine komplette Neuanfertigung unserer Badetreppe und der Walkways anliefern. (Damit uns nicht langweilig wird in Polynesien….) Immer wieder fielen uns neue Dinge ein, die wir noch brauchen könnten, und die wir in den nächsten Monaten nur schwer, und wenn sehr teuer bekommen würden. Küchenutensilien, Schrauben, Angelzeug, Vollkornmehl, Erdnußbutter, Klebe-Kartuschen, Aceton, Raserklingen, Nähmaschinen-Zubehör. Auf einiges werden wir für längere Zeit verzichten müssen: Italienisches Eis, französische Croissants, argentinische Steaks…..Dann fiel uns Mädels ein, daß wir ja unbedingt noch ein paar Klamotten brauchen….
Am Donnerstag den 10. Juli konnten wir endlich ausklarieren ( Pässe stempeln, Schiffs-Ausreise deklarieren). Noch einmal volltanken (1200 liter Sprit und ca 200 l Alkohol, nur ersteres werden wir auf der Fahrt konsumieren. Obst und Gemüse kam in großen Säcken frisch vom Markt, der Kühlschrank ist randvoll mit Käse und Joghurt. Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Zucker, Mehl, Haferflocken lagern in großen Plastikflaschen unter den Betten. Wir essen alle kein Fleisch, das macht die Vorratshaltung einfacher. Nur die 400 (!) Eier zu verstauen und zu lagern stellt uns vor echte Herausforderungen. Schnell merken wir, daß es außer den Kartoffeln, den Kokosnüssen, den Äpfeln und Birnen keinem anderen Gemüse unten in den Kabinen gefällt. Eva hat kurzerhand alle unsere Walkways mit Hängematten unterbaut, wo sich nun Ananas, Zitrone, Zwiebeln, Kohl und Orangen ganz luftig und wohl fühlen. Die Bananen sind natürlich alle viel zu schnell gereift, und wir haben versucht, sie durch Einkochen als Püree haltbar zu machen.
Deshalb war es ganz wunderbar, daß unser Freund Juan, ein überaus hilfsbereiter chilenischer Segler, es organisieren konnte, daß wir noch eine Frische-Ladung hierher auf die Las Perlas Inseln nachgeliefert bekamen. Marktfrau Itzel hat uns drei schöne Überraschungs-Kisten gepackt, in denen viel mehr drin war, als wir bestellt hatten. Das Ganze wurde uns von einem Ausflugsboot voller Touristen direkt ans Schiff geliefert. Der Fahrer, ein Freund Juans, freute sich über 10 $ Trinkgeld, und wir über frisches Grün.

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Mit dem Dinghi anlanden auf Contadora…. nicht so einfach!

There’s LOBSTER!

Auch das bisher verbrauchte Benzin konnten wir auf der Insel Contadora wieder auftanken, und dabei eine interessante Taxi-Fahrt mit dem Golfcar erleben. Nun sind wir schon seit zwei Wochen hier, haben die Inseln Saboga, Contadora, Ampòn, Casaya und Pedro Gonzalez erkundet, ein paar nette Abende mit unseren Freunden von der „San Martini“ verbracht, die den gleichen „Weg“ wie wir vorhaben, haben viel vorbereitet, noch einiges repariert und präpariert. Am herrlich ruhigen Ankerplatz zwischen Ampon und Casaya konnte Berti noch die letzten Reparaturen unterm Schiff erledigen und auf beide Mastenklettern, um nochmal alles zu überprüfen.


Heute abend hatten wir ein Safety-Briefing, doch unsere beiden Mitsegler sind jetzt schon so erfahren, daß wir nur noch die „Hochsee“-spezifische Einweisung machen müssen. Heute, am 25. Juli wollen wir am frühen Nachmittag mit der auslaufenden Tide los. Die erste Woche mit Kurs Südwest in Richtung Galapagos wird schwierig werden, weil Richtung Süden die Strömung gegen uns und auch der Wind nicht beständig ist. Sobald wir südlich der ITC sind (Innertropische Konvergenzzone = schlecht, weil entweder windstill oder stürmisch), ungefähr 100 Meilen nördlich von Galapagos, wollen wir Kurs West auf die Marquesas nehmen, wohin uns der Passatwind eigentlich ganz angenehm hinwehen sollte. In jedem Fall sind wir nun alle endgültig bereit zur Abfahrt und freuen uns auf das viele Neue, Blaue, Wilde, Unbekannte!

































