Adios Cartagena!

Am Mittwoch dem 15. wurde dann auch der zweite Japaner in den Maschinenkasten versenkt, durch den wir ihn wenige Tage zuvor aufs Deck gewinscht hatten.

Die Anschlußarbeiten, das Verlegen der Gas- und Schaltzüge, das Festschrauben an die Wanne–all das ging beim Zweiten viel schneller. Leider haben wir noch nicht die richtige Konsole, sondern mußten die beiden Gas-/Schalthebel seitlich ins Regal neben dem Steuerrad einbauen.

Die Zeit reicht nicht, um erst einmal eine Probefahrt zu machen, aber es wird schon gutgehen….

Berti verabschiedet sich von seiner Freundin „Nutella“

Ich von meinem Freund Jhonjairo, dem Wachmann
Letztes Foto an unserem Steg
Jetzt gibt’s wieder Platz in der Marina!
Läuft doch!
230 Seemeilen
Super-Wind, aber 3 bis 4 m Welle!
Das kracht und spritzt! So richtig festgezurrt haben wir nicht alles, und so fliegt einiges durch die Gegend und geht zu Bruch. In der Küche steht in kürzester Zeit knöcheltief das Wasser.
Putzen, Kochen, Abwaschen im Schleudergang… das gibt schöne blaue Flecken und einen ordentlichen Muskelkater!
Der erste Sonnenuntergang auf See!

Die ganze Nacht lang bolzen wir durch die Wellen, wir wechseln uns am Steuer ab. Der Autopilot hat Mühe, die Richtung zu halten und streikt ab und zu. 
Doch der Wind ist prima, und die beiden Yammies haben schon nach den zwei ersten Stunden Pause bis zur Ankunft!
Mit acht bis zehn Knoten geht es zügig voran.

Suizidale Flug-Fische: so an die acht Stück finden wir an den interessantesten Stellen.
Wichtig ist, sie los zu werden, denn sie stinken schon nach kurzer Zeit!
Der berüchtigte Darien-Urwald

Keine Überfahrt ohne ladakhische Gebetsfahnen

Blauschnabel-Fregattvogel: Das Land ist nicht mehr weit!

Kurz vor Mitternacht finden wir endlich ein sicheres Ankerplätzchen, der Anker sinkt in den Sand, wir sinken in unsere Koje….

Der erste Blick aus der Kabine am Morgen: Wir sind zurück im Paradies!
Doch zuerst geht es schnell ankerauf, denn wir müssen nach Porvenir, der Verwaltungs-Insel.
Dort bekommen wir unsere Einreise-Stempel in die Pässe.
Und beim „Congreso“, der Kuna-Verwaltung dürfen wir erst mal ordentlich Geld liegen lassen, damit wir eine Charter-Genehmigung bekommen.

Wir sind soooo glücklich, endlich wieder hier zu sein!
Kolumbien war eine echte Grenzerfahrung, unsere Nerven und unsere Geldbeutel sind durch das Werft- und Motorentheater stark strapaziert worden!
Vom schmutzigen Wasser, der brüllenden Hitze, der allgegenwärtigen (oft nicht schönen, aber immer sehr lauten) Musik, der latenten Gefahr, auf der Straße umgefahren oder ausgeraubt zu werden, bis hin zu toll sortierten Supermärkten, Baumärkten und Sushi-Restaurants, 
Cartagena läßt niemanden kalt !
In unserer Manzanillo-Marina fühlten wir uns gut aufgehoben, gut beschützt und freundlich behandelt.

Doch jetzt ist wieder Kuna-Zeit, hier sind alle entspannt und friedlich!

 

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