New babies on board!

 Der Ausbau der beiden ausgedienten Diesel-Motoren war etwas kniffelig. An manchen Stellen mußten wir zur Flex greifen, um das Stahlgestell, in dem jeder Motor aufgehängt war vom Maschinenkasten zu trennen. 

Dann kam der große Moment des Abtransports: Da wir Bug voran zwischen zwei Schiffen an einem nicht schwer belastbaren Ponton liegen konnten die Motoren nicht so einfach vom Schiff gehoben werden. Auch war ein Absenken nach unten einfacher, als sie nach oben hochzuhieven. 

Unmotorisiert wäre das Verholen der Largyalo an den Kai neben dem Travellift eine größere Aktion mit Schlepper und Zeitdruck gewesen. Denn dieser Platz ist abends von den Ausflugsbooten belegt. 

Schließlich mußte das gute Dinghi wieder herhalten: Schön langsam wurde der SMART quer aufs Dinghi platziert und dann die 300 m zum Kai gePADDELT, denn unser kleiner Außenborder hätte keinen Platz mehr gehabt. Unser Stegnachbar wollte uns eigentlich mit seinem Dinghi schleppen, war dann aber nicht da, als es losgehen sollte.  Leider gibt es kein Foto von dieser lustigen Paddeltour von zwei schrägen Typen mit unterschiedlichen Paddeln, die einen Riesenmotor hinter sich sitzen haben.

Am Kranbecken wartete schon Hafenmeister Rafael auf dem großen Forklift-Traktor (Riesen-Gabelstapler), die beiden Gurte wurden über den Greifer geworfen, und schon schwebte unser Mercedes. (Fotos davon sind auf dem vorherigen Blog-Eintrag)

Das ganze machten wir am nächsten Tag nochmal, diesmal schon mit mehr Routine, und voller Stolz und Trotz wieder mit Paddeln. Die beiden Smarties landen auf dem Schrott, denn der Hafenchef meint bedauernd, mit so einem Exoten kann man hier nichts ausrichten. So werden wir noch die beiden neuen Lichtmaschinen abmontieren und die beiden Hochdruckpumpen, die wir extra aus Deutschland mitgebracht hatten. Der Rest ist gut verwertbares Altmetall. Die Gelenkwelle ist noch in prima Zustand und könnte in viele andere Fahrzeuge eingebaut werden. Wir können sie jedenfalls nicht mitnehmen, und haben auch keine Zeit und die Möglichkeit, sie zu verkaufen. So werden wir ausdrücklich verfügen, daß der eventuelle Erlös an die Belegschaft verteilt wird, nicht an die Geschäftsleitung. 

Gestern ging es dann Schlag auf Schlag: Die auf den 3. Januar versprochenen Yamaha-Außenborder kamen dann ENDLICH am 10. an. Angeblich war das Geld aus Deutschland der kolumbianischen Bank verdächtig, und sie hatte das Konto des Händlers blockiert…. Doch da kamen sie an, unsere beiden Japaner: Zwei Riesenstahlgestelle mit vielen Kartons und Zubehör. 

Nach langem Überlegen und Messen beschließt Berti, daß es eine gute Idee ist, die „Neuen“ genauso per Dinghi zum Schiff zu bringen. Unterm Schiff angekommen wurden sie durch das nun gähnende Loch im Maschinenkasten per Winsch nach oben gezogen. Eine heikle, aber sehr geschmeidig abgelaufene Aktion!

Die beiden kamen mit einem Gewicht von jeweils 120 kg zu uns. 

Unboxing

Perfektes Manöver!

Das erste Baby liegt im Dinghi!
Was für eine Aktion!
So lacht einer, dessen Plan aufgegangen ist!
Jaime hilft beim Dirigieren, während ich an den Winschen schufte
Es gibt auch ein paar Kolumbianer, die Checker sind….
Willkommen an Bord!

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