Die Schreib-Blo(g)ckade ist überwunden!

 ENGLISH VERSION BELOW!

 Dieser Blog ist ein
Relikt aus der Vergangenheit. Es gibt mittlerweile viele andere Kanäle, auf
denen  schnell und unkompliziert
tagesaktuelle Bilder und Meldungen verbreitet werden können, so daß wir die
Blog-Meldungen etwas vernachlässigt haben.

Facebook: Largyalo
for Fans (geschlossene Gruppe, man muß uns um Aufnahme anfragen)

Instagram: largyalo (hier
posten wir nur  sehr sporadisch seit 2020,
allerdings gibt es eine schöne Foto-Galerie!)

WhatsApp-Status auf +49 151 15356011

Unser Blog-Provider
Blogspot  (die laaange Adresse ist www.news-of-largyalo-and-crew.blogspot.com)
ist ziemlich veraltet, und nicht sehr anwenderfreundlich. Doch um unser
Blog-Archiv, das bis ins Jahr 2006 zurückreicht, nicht zu verlieren, möchten
wir nicht wechseln. Tatsächlich gibt es auch noch treue Largyalo – Fans, die
weder WhatsApp-Status, noch Instagram oder Facebook beobachten, und die uns
ausschließlich per Blog (oder persönlichen Nachrichten) folgen, und die wollen
wir ja nicht enttäuschen. Außerdem ist der Blog auch für uns selbst ein schönes
(B)Logbuch unseres Schiffs-Lebens.

Darum hier, quasi „en blog“ unsere letzten fünf bewegten Monate:

 

Weihnachten bis Ostern in Kuna Yala



Kuna Yala – das „Land
der Kuna- Indianer“ erstreckt sich östlich an der karibischen Küste Panamasentlang
bis an die Grenze zu Kolumbien. Die davor liegenden Inseln werden „Archipelago
de San Blas“ genannt.

Die Provinz Kuna Yala
gehört zwar zu Panama, jedoch haben sich die Ureinwohner viel Freiheit
erstritten und verwalten ihr Land, die „Comarca de Guna Yala“,  weitgehend unabhängig von der Regierung in
Panama City.Die touristische Infrastruktur ist von Amts wegen komplett in der
Hand der Kunas. Kein „normaler“Panamaer, und schon gar kein Ausländer, darf Hotels
oder Restaurants auf den Inseln betreiben.Lediglich Bungalows, Hütten und
Zeltplätze gibt es zu mieten, mit recht einfacher Gastronomie und Komfort. Die
Kunas sind trotz allem Traditionsbewußtsein auch geschäftstüchtig und
freundlich. So wird man mehrfach am Tag per Kanu besucht: Das Obst- und
Gemüseboot ist für uns sehr wichtig, da es nirgendwo Supermärkte oder nur
wenige Einkaufsmöglichkeiten gibt. Regelmäßig  werden Fisch und Meeresfrüchte direkt ans Boot
geliefert. Man bezahlt in Dollars oder tauscht gegen Konserven, Angelhaken,
Taucherbrillen oder Trinkwasser. Die Kuna-Frauen stellen sehr schöne
Stickereien her, die sogenannten Molas. Diese werden geduldig (auch der Käufer
braucht Geduld!) vorgezeigt und können dann für ca 20 bis 80 Dollar das Stück
als schönes Mitbringsel gekauft werden.

Venancio hat einfach die schönsten Molas
…und die größte Auswahl


 

Berti hat nach unserem ersten San Blas-Aufenthalt im Mai 23
einen schönen Bericht verfaßt, in dem viel Interessantes über die Inseln steht:

https://largyalo3472.live-website.com/2023/06/san-blas-archipel.html

Kunafrauen in Porvenir

 

Abgesehen von der unglaublichen Schönheit der vielen Inseln
haben uns vor allem die Menschen dort immer wieder fasziniert:  Durch die Regelmäßigkeit unserer  Besuche an unseren Lieblings-Ankerplätzen (und
unser nicht wirklich unauffälliges Schiff) lernen wir einige Kunas besser
kennen. Die Fischer, die uns ihren Fang direkt ans Schiff liefern und
bereitwillig Auskunft über ihr Leben geben, während sie uns die Langusten
köpfen oder die Barracudas ausnehmen; die Kuna-Familien, die wir auf den Inseln
besuchen, um Kokosnüsse, Molas , Armkettchen oder frisches Brot zu kaufen; die (wenigen)
Strandrestaurant-Betreiber, die sich natürlich über unsere großen Gästegruppen
freuen…. Wir leisten einen ordentlichen Beitrag zur Kuna-Konjunktur, indem wir
uns Lebensmittel aus Panama liefern lassen, Fisch, Obst und Gemüse einkaufen,
die Insel-Restaurants besuchen, wo es denn welche gibt. Außerdem bezahlen wir
ohne zu murren lokale kleine Ankergebühren, auch wenn wir ein monatliches
Entgelt für unseren Aufenthalt entrichten, und schließlich auch noch eine
saftige Gebühr für die Erlaubnis, von Freunden aus Deutschland besucht werden.

Verkaufsveranstaltung auf der Badetreppe

Wie viele Segler verschenken wir kanisterweise Trinkwasser,
denn die Insel-Kunas müssen ihr Wasser während der Trockenzeit mühsam vom
Festland herüberbringen. Auch Sprit für die Außenborder wird gern im Tausch
gegen Fische genommen. Lesebrillen, damit die Molas auch bei schlechtem Licht
genäht werden können, Schulbücher und Stifte für die Kinder, Taucherbrillen und
Flossen für die Langusten- und Schneckentaucher,  gebrauchter Hausrat wie Messer und Töpfe,
selbst unser alter Gasherd wird in Mercelinas zukünftigem Strand-Restaurant
noch gute Dienste leisten!

Auf der Insel Masargandup versorgt unsere Ärztefreundin
Elisabeth eine entzündete Knie-Wunde, und das verabreichte Antibiotikum bewirkt
das Wunder, für das der Schamane (wenn er denn hinzugezogen worden ist) zu
lange gebraucht hätte.

Dafür genießen wir (und unsere Besucher) diese wunderbare
Inselwelt, diese wunderschönen und interessanten Menschen und ihre wundersamen
Sitten, und natürlich auch die Unterwasser-Wunder!

Was ich (persönlich) noch vor einem halben Jahr für
unwahrscheinlich/ undenkbar gehalten hätte: — -auf „Augenhöhe“ mit einem
Hai  zu tauchen (und nicht nur mit den
harmlosen Ammenhaien!),

– Langusten ins kochende Wasser zu schmeißen

– Muschel-Schnecken mit dem Hammer weich und zart zu klopfen

 -unsere Wäsche zum
Waschen in einem windschiefen Schuppen (in der Inselstadt Narganà, die einen
großen Generator hat) abzugeben.

(die dann sauber, gut riechend und fast vollständig
zurückkam. Ein Betttuch hat der Hund von der Leine gezogen und angefressen…)

         
Per WhatsApp 
mit  vielen Kunas verbunden zu
bleiben ( ich bekomme immer noch Sprachnachrichten von meiner Wäschefrau in
Narganà, vom Dorfältesten in Masargandup, der immer zuerst auf „dule“/kuna
spricht, und dessen Worte dann von einem anderen in Spanisch übersetzt werden,
von meiner non-binären Freundin Lisa, von Andeliano, der unser
Unterwasserschiff saubergeschrubbt hat. 
Meistens fragen sie nur, wie es geht und wann wir wiederkommen.

Die Tiadup-Kids durften mal zu Besuch kommen
Yainara
Der Inselchef von Tiadup
Merce und Rupe, unsere Tiadup-Familie
Leckere Conches
Leckere Langusten

Die Kuna-Kultur ist
„matrilokal“, das bedeutet, die Männer heiraten in die Familie und somit auf
die Insel der Frau ein.  Früher wurde in
Familien, in denen nur männliche Kinder geboren wurden, eines davon als Mädchen
gekleidet und erzogen. Daher sieht man durchaus häufig recht maskulin wirkende
Kuna-Frauen, die aber ganz selbstverständlich behandelt werden und oft eine
besondere Stellung in den Dorfgemeinschaften einnehmen. Das gleiche gilt
übrigens für die Albinos (Insel-Inzucht?), die man öfter sieht. Auch sie werden
als besondere Menschen verehrt , waren früher oft Stammeshäuptlinge und sind
heute häufig in administrativen Berufen zu finden.

Lisa und Petra: Gleicher Jahrgang

Unsere Freundin Lisa hat breite Schultern, schmale Hüften,
eine tiefe Stimme und markante Gesichtszüge. Sie trägt gerne lange
Rüschenblusen über engen Hosen und zierlichen Sandalen, fährt mit lackierten
Fingernägeln durch ihre üppige Mähne, unter der goldene Ohrringe hervorblitzen.

Mit dem Geld, das sie durch den Verkauf ihrer wirklich
schönen Molas und den Führungen durch den Festland-Dschungel verdient,  finanziert sie die Ausbildung ihrer beiden
Adoptiv-Kinder, die in Panama City zur Schule gehen.

Wir lernen sie gleich Anfang des Jahres kennen, als wir mit
ihr unsere erste Wasserfall-Tour unternehmen. Noch völlig unwissend, was da auf
uns zukommen würde folgen wir ihr auf eine zweistündige Wanderung durch den
Urwald. Sie zeigt uns den Friedhof, auf dem ihre Familie begraben ist. Am Fuß-
und Kopfende des Grabhügels steckt ein Pfosten: Die Menschen werden hier in
einer Hängematte geboren, gezeugt und gestillt; sie träumen, schlafen, lieben
und sterben darin und werden dann auch darin begraben. Übrigens wird niemand je
auf einer Insel beerdigt, denn die Seelen gehören in den Urwald. Lisa weiß viel
über Heilpflanzen zu berichten, denn ihr verstorbener Bruder war ein berühmter
Schamane. Doch auch über Mythologie und Gebräuche kann sie viel erzählen. Es
ist nicht immer leicht, ihr zu folgen, doch es muß ja nicht immer logisch und
für uns verstehbar sein. Was bleibt, ist ein Eindruck einer reichen,
naturverbundenen und regelkomplexen Kultur, die von diesen kleingewachsenen,
sanftmütigen, redseligen und humorvollen Menschen weitergetragen wird, allem
Fortschritt, Tourismus und  aller Politik
zum Trotz.

Sprechstunde bei Dr. Elisabeth (Patient natürlich in der Hängematte)

Natürlich haben fast alle ein Handy (das bei jedem Besuch
bei uns als erstes an eine Steckdose angeschlossen wird), nutzen WhatsApp und
wissen, daß Bildung wichtig ist. Dennoch treffen wir einige, die aus dem
modernen Leben aus Panama City (denn nur dort kann man auf weiterführende
Schulen gehen) wieder in ihre Dörfer zurückgekehrt sind.

Doch zurück in den Dschungel: Wir erreichen einen schönen
Wasserfall mit herrlich erfrischendem klaren Süßwasser, in das wir aus drei
Metern Höhe hineinspringen und in natürlichen Whirlpools planschen.  Auf die Frage, ob wir den gleichen Weg wieder
zurück durch den Dschungel, oder die abenteuerlichere Variante über den Fluß
nehmen wollen antworten alle- auch meine zu Besuch weilende Mutter- mit
„natürlich durch den Fluß!“.  Für mich
persönlich ist die darauffolgende Stunde ein Wechselbad (im wahrsten Sinn des
Wortes) zwischen heller Begeisterung und mittelschweren Bedenken, ob meiner
Mama auch nichts passieren würde. Doch sie meistert alle Rutschbahnen, Sprünge
und Balance-Akte mit Bravour, läßt sich von Lisa und ihrem Schwiegersohn, wo es
angebracht scheint, unterstützen und wird am Ende der Tour als Heldin gefeiert!

Im Jungbrunnen
Die „Erstbegeher“ der Wasserfall-Tour
Unsere Rucksäcke bleiben trocken, während wir den Fluß hinabplantschen

Wir haben die Wanderung noch fünf weitere Male unternommen
in den folgenden Monaten. Und jedesmal hat mindestens einmal jemand aus der
Gruppe  kopfschüttelnd gefragt: „Und da
ist Deine achtzigjährige Mutter runter?“

Lisa führt uns vor, wie man Molas näht

Schöne Yoga-Plätze

Auf den Cayos Holandeses , den äußersten Inseln des
Archipels, ist das Wasser am klarsten, der Sand am weißesten, und der
Ankerplatz im „Swimmingpool“  am
beliebtesten. Der macht seinem Namen farblich alle Ehre, jedoch kenne ich
keinen türkisfarbenen Pool, in dem so große Haie und Rochen direkt unter einem
hindurchschwimmen!  Fischer Andelio
bringt mir seinen Fang direkt ans Schiff, er ist mit seinem Einbaum neben
unsere Badetreppe gefahren. Während er gemütlich im Schatten eines Stachelmakrele
schuppt, frage ich ihn, ob es denn Haie gibt. Er schlitzt gerade den Fischbauch
auf und wirft die Eingeweide ins Wasser: „Warte nur fünf Minuten!“ Und
tatsächlich: der große schwarze Schatten eines Ammenhais taucht auf und saugt
wie ein Staubsauger die Innereien vom Meeresboden. Doch damit nicht genug, denn
kurz danach (ich kaufe begeistern MEHR Fische!) sehen wir zwei große graue
Schwarzspitzen-Riffhaie,  die sich über die
Fischreste hermachen!

Mit der Zeit werden wir immer mutiger, und schließlich
schnorcheln wir begeistert neben den schlemmenden Haien!

Hai-Bestaunen an der Badetreppe….

                                       

Freitauchen wird auch immer wieder geübt… obwohl wir jetzt auch Tauchflaschen dabeihaben

                                       

                                                              Unser treuer „Haus-Hai“

Obwohl die Versorgung mit Fisch, Obst und Gemüse
hervorragend ist, braucht so eine achtköpfige Schiffs-Besatzung ab und zu Dinge
wie Klopapier, Spaghetti, Wein, Haferflocken oder Spülmittel. Doch auch hierfür
haben die findigen Kunas eine Marktlücke entdeckt: einmal pro Woche kann man
per WhatsApp (!!) eine Bestellung aufgeben, die dann in einem großen Supermarkt
in Panama City eingekauft und am nächsten Tag per Jeep und Boot direkt ans
Schiff geliefert wird! Für 15 bis 20 % Aufpreis erspare ich mir gerne die
Einkauferei und freue mich über diese Möglichkeit!

…da brauchen wir es nicht mehr selbst versuchen mit der Angelei!

Nueddi, Kuna Yala, wir kommen wieder!

Nachdem unsere letzte Besucher-Crew Anfang April abgereist
ist, verlassen auch wir das Paradies.

Das Wetter ist noch immer wunderbar, die Regenzeit beginnt
erst im Mai. Doch unsere Aufenthaltsgenehmigung für Panama läuft aus, und wir
beschließen, ins nahegelegene Kolumbien weiterzufahren.

 

Kanu-Tour durch die Mangroven

Hier geht’s rein in den Mangroven-Tunnel, der zum Dörfchen führt

Orika- das etwas andere Dorf!

Dorf-Idyll…

Doch vorher gönnen wir uns noch zwei Wochen Insel-Idylle,
und ankern bei Isla Grande im Rosario Archipel und später in der Lagune von
Cholòn. Dort erreichen die Wassertemperaturen dann die 32 Grad und sind nur
noch wenig erfrischend. Wir beginnen mit kleineren Instandhaltungsarbeiten und
bereiten  das Schiff auf einen längeren
Hafenaufenthalt vor.

Vor der Lagune von Orika, Islas del Rosario


Die Regenzeit kündigt sich an!

Einkaufstrip ins Dorf Barù

In schöner Umgebung lackiert es sich leichter!

Endlich bauen wir unsere A.G.E.S.!!!*

(*A.G.E.S. = AltersGerechte EinstiegsStufen in unsere Schlafkabine und ins Cockpit)

Propeller – Putzen von der Hängematte aus!


Fräulein Pfaff ist wieder im Einsatz!

Obwohl auch die vorgelagerten kolumbianischen Inseln (Archipel San Bernardo und Rosario) recht schön sind, so können sie mit den San Blas Inseln in keinster Weise mithalten. Für uns besonders ungewohnt und unangenehm ist die permanente lautstarke Musik, die überall zu hören ist. Und plötzlich sind da rasende Ausflugsboote und Jetskis! Der Kontrast zu den stillen, sanftmütigen (meist stromlosen) Kunas zu den heißblütigen, tanzwütigen Kolumbianern ist enorm. Noch schlimmer wird es, als wir im quirligen Cartagena ankommen!  Man muß in Kolumbien einen Agenten haben, um die Einreiseformalitäten abzuwickeln. Hierfür ist es erleichternd, wenn man nach  Ankunft erst einmal in einen Hafen geht, statt vor Anker zu sein. Wir legen in der vornehmen Club de Pesca Marina an („bei de reiche Leit, Irmgard!“). Wie so oft bezahlen wir einen Haufen Geld für einen lauten und ungemütlichen Liegeplatz, in einem Wasser, in das ich nicht einmal den großen Zeh halten möchte! Doch wir genießen auch die Sicherheit fürs Schiff, die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden, und schließlich auch die reibungslose Abwicklung der leidigen Formalitäten.

Ist das New York???
oder  Rio de Janeiro?
oder Chicago?

Wie DDR-Bürger nach dem Mauerfall staunen wir in den riesigen Supermärkten und den amerikanisch anmutenden Shopping Malls über das reichhaltige – und im Vergleich zu Panama günstige- Angebot. Wir schlendern durch die Altstadt mit ihren Befestigungen und Forts, den bunten Tänzern und der lauten Musik, feiern Bertis runden Geburtstag mit einem luxuriösen Sushi-Gelage, um dann wieder auf  unser wild schwankendes Schiff zurückzukehren, um das bis in die frühen Morgenstunden laute Techno-Musik aus Ausflugsbooten erschallt.

Der lauteste Hafenplatz (kommt gleich nach Boca Chica in der DomRep)

                                 

Geburtstags-Sushi

                                         🎂

Wir klappern alle Werften und Marinas ab, bis wir uns entscheiden, wo wir Largyalo während unseres Deutschland-Aufenthalts parken können.

Die Marina Manzanillo ist uns am sympathischsten. Der Preist stimmt, die Leute sind sehr sympathisch, kein SchickiMicki, sondern ein bodenständiger, ruhiger kleiner Hafen, wo man am Schiff arbeiten darf, ohne schräg angeschaut zu werden, wie in der noblen Stadtmarina. Nun bleiben uns noch zwei Wochen, in denen wir Aufträge
erteilen müssen, wie ein neues Sonnendach nähen zu lassen, das Holz für neue
Endcaps zuschneiden zu lassen, Bestellungen aufzugeben und in denen wir
natürlich auch  das Stadtleben genießen
wollen.

Es gibt hier einfach alles: bunte Märkte, gekühlte
Einkaufszentren, riesige Supermärkte, Schiffszubehörläden, Baumärkte, Friseure
(!), Zahnärzte (!!), bayrische Schnitzel-Lokale, Nautische Museen, altertümliche
Forts mit viel Piraten-Geschichte, französische Patisserien mit Croissants und
Cafe au lait, Sushi und Ceviche…. Und natürlich Musik, Musik, Musik……

Allen Unkenrufen und Warnungen zum Trotz haben wir uns bisher
noch nicht ein einziges Mal bedroht oder unsicher gefühlt im „ach so
gefährlichen“ Land der Escobars. Die Menschen, denen wir bisher begegnet sind
waren mindestens genauso, wenn nicht noch freundlicher als in Panama. Englisch
wird nicht viel gesprochen, wer Spanisch kann gewinnt hier: Herzen,
Preisvorteile, Gelegenheiten und Spaß!

Unser Plan für 2024: Juni und Juli sind wir in Deutschland,
August und September in Kolumbien auf dem Trockendock, Oktober und November
WIEDER in Deutschland und Indien (für Yoga und Ayurveda). Ab Dezember geht es
zurück an Bord und dann auch bald wieder nach Kuna Yala.

2025: Januar und Februar können wir nochmals bis zu vier
Crews für jeweils 2 Wochen auf den San Blas Inseln willkommen heißen. Im März
geht es durch den Panama Kanal, der uns inzwischen wohlbekannt ist. Im April
und Mai erkunden wir die Pazifik-Küste Panamas, vielleicht auch Costa Ricas.

Mitte Mai 25 spätestens machen wir uns auf den langen Weg
nach Polynesien…….

 

 

                                                                                                                                                 

Largyalo’s Platz in der Manzanillo Marina bis Mitte August

——————————————————–

english Version

(deepl helped a lot!)

Overcoming writer’s blog(ck)

 This blog is a relic from the past. There are now many other channels on which up-to-date pictures and news can be spread quickly and easily, so we have neglected the blog posts somewhat.

Facebook: Largyalo for Fans (closed group, you have to ask us to join)

Instagram: largyalo (we have only been posting here very sporadically since 2020, but there is a nice photo gallery!)

WhatsApp status on +49 151 15356011

Our blog provider Blogspot (the long address is www.news-of-largyalo-and-crew.blogspot.com) is quite outdated and not very user-friendly. But in order not to lose our blog archive, which goes back to 2006, we don’t want to change. In fact, there are still loyal Largyalo fans who don’t follow WhatsApp, Instagram or Facebook, and who only follow us via blog (or personal messages), and we don’t want to disappoint them. The blog is also a nice (b)logbook of our ship’s life for ourselves.

So here, in a manner of speaking „en blog“, are our last five eventful months:

 


From Christmas to Easter in Kuna Yala





Kuna Yala – the „Land of the Kuna Indians“ stretches east along the Caribbean coast of Panama to the border with Colombia. The offshore group of islands is called the „Archipelago de San Blas“.


Although the province of Kuna Yala belongs to Panama, the indigenous people have fought for a great deal of freedom and administer their land, the „Comarca de Guna Yala“, largely independently of the government in Panama City, and the tourist infrastructure is exclusive responsibility of the Kunas. No „normal“ Panamanians, and certainly no foreigners, are allowed to run hotels or restaurants on the islands; only bungalows, huts and campsites are available to rent, with fairly basic catering and comfort. Despite their awareness of tradition, the Kunas are also business-minded and friendly. They visit several times a day by canoe: The fruit and vegetable boat is very important for us, as there are no supermarkets or few shopping opportunities anywhere. Fish and seafood are regularly delivered directly to the boat. You pay in dollars or exchange them for tinned food, fishing hooks, diving goggles or drinking water. The Kuna women make very beautiful embroideries, the so-called molas. These are patiently presented (the buyer also needs patience!) and can then be bought for around 20 to 80 dollars a piece as a nice souvenir.



Venancio has the biggest choice 

After our first stay in San Blas in May 23, Berti wrote a nice report with lots of interesting facts about the islands:

https://largyalo3472.live-website.com/2023/06/san-blas-archipel.html

Kuna ladies in Porvenir

Apart from the incredible beauty of the many islands, we have always been fascinated by the people there:  Due to the regularity of our visits to our favorite anchorages (and our „very“ inconspicuous boat), we get to know some Kunas better. The fishermen who deliver their catch directly to our boat and willingly give us information about their lives while beheading the lobsters or gutting the barracudas; the Kuna families we visit on the islands to buy coconuts, molas, bracelets or fresh bread; the (few) beach restaurant owners, who are of course delighted to welcome our large groups of guests…. We mgenerously contribute to the kuna economy by having food delivered from Panama, buying fish, fruit and vegetables and visiting the island restaurants . We also pay small local anchorage fees without grumbling, even though we pay a monthly charge for our stay, and finally a hefty tribute for permission to be visited by friends from Germany.

Sales event on our bathing stairs

              

Like many sailors, we give away gallons of drinking water, as the island Kunas have to laboriously bring their water over from the mainland during the dry season. Fuel for the outboard motors is also gladly accepted in exchange for fish. Reading glasses so that the molas can be sewn even in poor light, school books and pens for the children, diving goggles and fins for the lobster and snail divers, used household items such as knives and pots, even our old gas stove will do a good job in Mercelina’s upcoming beach restaurant!

On the island of Masargandup, our doctor friend Elisabeth treats an inflamed knee wound and the antibiotic administered works the miracle that would have taken the shaman (if he had been consulted) too long.

Instead, our visiting friends  enjoy with us this wonderful island world, these beautiful and interesting people and their wondrous customs, and of course the underwater wonders!

What I (personally) would have considered improbable/unthinkable just six months ago: – -diving at „eye level“ with a shark (and not just with the harmless nurse sharks!),

– chucking lobster into boiling water

– beating conch shells soft and tender with a hammer

 -handing in our laundry for washing in a crooked shed in the island town of Narganà, which has a large generator.

(the linen came back clean, smelling good and almost complete :The dog pulled a sheet off the line and chewed on it…)

– Staying connected with many Kunas via WhatsApp (I still get voice messages from my laundry woman in Narganà, from the village elder in Masargandup, who always speaks first in „dule“/kuna and whose words are then translated into Spanish by another, from my non-binary friend Lisa, from Andeliano, who scrubbed our ship’s belly clean.  Mostly they just ask how it’s going and when we’ll be back.

The kids from Tiadup
Yainara

Village chief

Merce and Rupe, a young couple from Tiadup

Tasty conches

Yummy crayfish

The Kuna culture is „matrilocal“, which means that the men marry into the family and thus onto the woman’s island.  In the past, in families where only male children were born, one of them was dressed and brought up as a girl. As a result, it is quite common to see quite masculine-looking Kuna women, but they are seen as nothing extraordinary and often occupy a special position in the village communities. The same applies to the albinos (island inbreeding?), which you see more often. They are also revered as special people, were often tribal chiefs in the past and are now often to be found in administrative jobs.

Lisa and Petra, good vintage ’62!

Our friend Lisa has broad shoulders, narrow hips, a deep voice and striking facial features. She likes to wear long frilly blouses over tight pants and dainty sandals and runs her painted fingernails through her lush mane, under which golden earrings peek out.

With the money she earns from selling her really beautiful molas and guiding tours through the mainland jungle, she finances the education of her two adopted children, who go to school in Panama City.

We meet her at the beginning of the year when we go on our first waterfall tour with her. Still completely unaware of what is in store for us, we follow her on a two-hour hike through the jungle. She shows us the cemetery where her family is buried. There is a post at the foot and head of the burial mound: In  Kuna Yala,  people are born, conceived and nursed  in a hammock; they dream, sleep, make love and die in a hammock and are then buried in it too. Incidentally, no one is ever buried on an island, because souls belong in the jungle. Lisa knows a lot about medicinal plants because her late brother was a famous shaman. But she can also tell us a lot about mythology and customs. It’s not always easy to follow her, but it doesn’t always have to be logical and understandable for us. What remains is an impression of a rich, nature-loving and rule-complex culture that is carried on by these small, gentle, talkative and humorous people, despite all progress, tourism and politics.

Doctor’s consultation with MD Elisabeth: in a hammock , of course!

Evidently,  almost everyone has a cell phone (which is the first thing they plug into a socket every time they visit us), uses WhatsApp and knows that education is important. Nevertheless, we meet some who have returned to their villages from modern life in Panama City (because that’s the only place you can go to secondary school).

But back to the jungle: we reach a beautiful waterfall with wonderfully refreshing clear  water, into which we jump from a height of three meters and splash around in natural whirlpools.  When asked whether we wanted to take the same route back through the jungle or the more adventurous option across the river, everyone – including my visiting mother – answeres „down the river, of course!“.  For me personally, the following hour is a rollercoaster between great enthusiasm and moderate concern as to whether nothing would happen to my mom. But she bravely masters all the slides, jumps and balancing acts ,  occasionally supported by  her son-in-law  and is celebrated as a heroine at the end of the tour!

The fountain of youth

The pioneers of the waterfall hike

Our rucksacks stay dry as we splash down the river

We would do the hike five more times in the following months. And each time, at least once, someone in the groupwould ask, shaking his head in disbelief: „And your eighty-year-old mother went down there?“

Lisa shows us how the Molas are made

Beautiful Yoga locations

On the Cayos Holandeses, the outermost islands of the archipelago, the water is the clearest, the sand the whitest and the anchorage in the „swimming pool“ the most popular. It lives up to its name in terms of color, but I’ve never seen a turquoise pool with such large sharks and rays swimming right underneath!  Fisherman Andelio brings me his catch directly to the boat, he has driven his dugout canoe under the boat, next to our bathing stairs. While he comfortably scales a jackfish in the shade, I ask him if there are any sharks. He slits open the belly of the fish and throws the guts into the water: „Just wait five minutes!“ And indeed: the large black shadow of a nurse shark emerges and sucks the innards from the seabed like a vacuum cleaner. But that’s not all, because shortly afterwards (I buy MORE fish!) we see two large gray blacktip reef sharks feasting on the fish remains!

As time goes by, we get braver and braver, and finally we snorkel enthusiastically next to the feasting sharks!

Still freediving, if there’s enough depth
our pet shark

Although the supply of fish, fruit and vegetables is excellent, a crew of eight occasionally needs things like toilet paper, spaghetti, wine, oatmeal or washing-up liquid. But the resourceful Kunas have also discovered a market niche for this: once a week you can place an order via WhatsApp (!!), which is then bought in a large supermarket in Panama City and delivered directly to the ship by jeep and boat the next day! For a 15 to 20% surcharge, I’m happy to save myself the trouble of shopping and am delighted to have this option!

  

.Why should we bother to fish ourselves?

Nueddi, Kuna Yala, we’ll return!

After our last crew flies home at the beginning of April, we too are leaving paradise.

The weather is still wonderful and the rainy season doesn’t start until May. But our cruising permit for Panama expires and we decide to travel on to nearby Colombia.

Canoe tour through the mangroves

Mangrove tunnel leading to the village


But before that, we treat ourselves to two weeks of island idyll and anchor at Isla Grande in the Rosario archipelago and later in the Cholòn lagoon. There, the water temperatures reach 32 degrees and are only slightly refreshing. We start with minor maintenance work and prepare the boat for a longer stay in port.

 Orika, Islas del Rosario


Rainy season is coming!

Grocery shopping in the village of Barù

Varnishing is easier in beautiful surroundings!

We’re finally building our
“ age-appropriate access steps“ into our sleeping cabin and cockpit)

Cleaning propellers from the hammock


(Sewing machine ) Miss Pfaff is on duty again!

Although the offshore Colombian islands (San Bernardo and Rosario archipelago) are also quite beautiful, they cannot compete with the San Blas Islands. The constant loud music that can be heard everywhere  is unfamiliar and bothering us. And suddenly there are speeding excursion boats and jet skis! The contrast between the quiet, gentle (mostly un-electrified) Kunas and the hot-blooded, dance-crazed Colombians is enormous. It gets even worse when we arrive in lively Cartagena!  You have to have an agent in Colombia to handle the entry formalities. It makes things easier if you first go to a marina after arrival instead of being at anchor. We moor in the elegant Club de Pesca marina. As so often, we pay a lot of money for a noisy and uncomfortable berth in water I wouldn’t even want to put my big toe in! But we also enjoy the safety for the boat, the opportunity to explore the city and, finally, the smooth handling of the tiresome formalities.

 New York???

  Rio de Janeiro?

 Chicago?

Like citizens of the German Democratic Republic after the fall of the Berlin Wall, we marvel at the huge supermarkets and American-style shopping malls and the wide range of products on offer – which are cheaper than in Panama. We stroll through the old town with its fortifications and forts, the colorful dancers and the loud music, celebrate Berti’s milestone birthday with a luxurious sushi feast, and then return to our wildly swaying ship, around which loud techno music blares from excursion boats until the early hours of the morning.

The loudest harbour place (since Boca Chica, Dominican Republic!)

Birthday Sushi

We check out all the boatyards and marinas until we decide where we can park Largyalo during our stay in Germany.

 Manzanillo marinais our choice. The price is right, the people are very friendly, it’s not a fancy marina, but a down-to-earth, quiet little harbor where you can work on the boat without being looked at the way you would be in a posh city marina. We now have two weeks left in which to place orders, such as having a new sun canopy sewn, having the wood for new end caps cut to size, placing orders and, of course, enjoying city life.

There is simply everything here: colorful markets, airconditioned shopping centers, huge supermarkets, ship accessory stores, hardware stores, hairdressers (!), dentists (!!), Bavarian schnitzel restaurants, nautical museums, ancient forts with lots of pirate history, French patisseries with croissants and cafe au lait, sushi and ceviche…. And of course music, music, music……

Despite all the prophecies of doom and warnings, we have never once felt threatened or unsafe in the „oh-so-dangerous“ land of the Escobars. The people we have met so far have been at least as friendly, if not more so, than in Panama. English is not spoken much, those who can speak Spanish are winners of Hearts, price advantages,  opportunities and fun!

Our plan for 2024: June and July we will be  in Germany, August and September in Colombia on the dry dock, October and November AGAIN in Germany and India (for yoga and Ayurveda).

 From December on we will be back on board and then soon back to Kuna Yala.

2025: January and February we can welcome up to four crews again for 2 weeks each on the San Blas Islands. In March, we’ll sail through the Panama Canal. In April and May, we will explore the Pacific coast of Panama, perhaps also Costa Rica.

By mid-May 25 at the latest, we will set off on the long journey to Polynesia…….

 

Largyalo’s place in Manzanillo Marina until August!
Share the Post:

neueste Beiträge

Monkey Island

Nach fast drei Wochen Trockendock liegen wir noch eine Woche vor Anker in der Linton Bay. Gegenüber der Marina liegen

Read More