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| Kapverdische Insel Sao Vicente |
Zweiter Zweiter Zweiundzwanzig
Ein schönes Schnapszahl-Datum, mit dem wir uns unseren
Ankunftstag auf den Kapverden gut merken werden!
Je näher wir der Insel Sao Vicente kommen, desto stärker
werden Wind und Wellen! Zum ersten Mal sehen wir große fliegende Fische und
Fregattvögel. Wir warten mit dem Bergen von Groß- und Vorsegeln, bis wir
etwas mehr in der Abdeckung sind und freuen uns einmal mehr über unsere
PS-Kraftprotze, die uns sicher in die Bucht von Mindelo schieben.
Was für ein
Anblick! Tanker, Fähren, Kabelleger auf Reede, Segelyachten aller
Couleur und Herren Länder vor Anker, einige halbversunkene Schrott-Haufen,
manche sogar bewohnt, ein Wald von Masten innerhalb der Marina, bunte
Fischerboote vor dem kleinen Strand.
Wir passieren ein großes Stahl-Ungetüm mit dem Namen PETER FABER
OPTICAL, von dem ein paar winzige Figuren herunterwinken und fotografieren.
Später (als wir endlich Internet haben) finden wir auf der Wharram-Facebook-Seite
ein schönes Bild von uns, mit der Unterschrift: Welcome to Mindelo! Nice! Es
stellt sich heraus, daß einer der Ingenieure ein Wharram-Fan ist, dessen Vater vor vielen Jahren einmal eine „Tehini“
restauriert hat. Noch später können wir ihm berichten, daß eben diese Tehini
gerade dort vor Anker liegt. Sie gehört jetzt Willi, der ein Facebook-Freund
von mir ist, und den ich nun endlich „live“ kennenlerne.
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| Wharram Tehini BOOBY BLOO |
Wegen der starken Böen (bis zu 45 Kn!) beschließen wir,
nicht in der (außerdem teuren) Marina anzulegen, sondern draußen zu ankern.
Unser Spade hält bestens, wir feiern unsere Ankunft mit edlem Sekt und machen
erst einmal einen ausgiebigen Mittagsschlaf.
Während ich am Nachmittag mit dem Dinghi an Land fahre, um
uns einzuklarieren und –ganz wichtig- eine Internet-Karte zu besorgen, entdeckt
Hanneke sogleich zwei weitere Wharrams
vor Anker
Natürlich gibt es ein kleines Wharram-Meeting. Hanneke und
Berti besichtigen BOOBY BLOO (früher YINGYANG), eine Tehini 51, deren Crew später die LARGYALO
begutachtet.
Die Einreise-Formalitäten erweisen sich als unkompliziert (sobald
man die Hafenpolizei endlich gefunden hat), kostenlos und völlig corona-frei:
Es wird weder ein PCR-Test verlangt (wie ich vorher im Internet recherchiert
hatte), noch möchte irgend jemand unsere Impfnachweise sehen. Da kann man nur
staunen!
Das Floating Café neben der Marina ist der Dreh-
und Angelpunkt für alleAtlantik-Überquerer. Hier kann man
das Dinghi sicher parken, alle treffen, die gerade angekommen sind, schon lange
hier sind, oder gar nicht mehr weg wollen. Rasta-strähnige Alt-Hippies, junge
Familien mit kleinen Kindern, Abenteurer-Crews aller Couleurs, junge Tramper,
die auf eine Mitfahrgelegenheit nach Südamerika,
in die Karibik oder nach Senegal hoffen. Sogar ein deutsches Handwerker-Pärchen
auf der Walz und in Tracht ist zu sehen!
Ich freue mich, meine Freundin Cécile aus Port
Napoléon-Tagen wieder zu treffen, die hier lebt.
Den ersten Morgen nach dem Einklarieren verbringe ich bis
zum späten Nachmittag in diesem Café. Außer Infos, Internet und gutem Essen
gibt es hier permanent etwas zu sehen, jemanden kennenzulernen oder wieder zu
treffen.
In reduzierter Besetzung geht die Besatzung abends Fisch
essen, denn es ist anzuraten, das Schiff hier nicht unbeaufsichtigt vor Anker
zu lassen. Manfred und Lemmy sind bis
auf die Zähne bewaffnet mit Gaff (Fischerhaken), Pfefferspray, Schallkanone und
Akku-Flex. Unsere Largyalo wird ganz sicher nicht ausgeraubt!
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| Ganz schön nah… |
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| Unser Nachbar, ziemliche Schräglage… |
Heute war Großeinkaufs-Tag.
Dank Cécile wird der Einkauf auf dem Gemüsemarkt ein echtes Event. Sie
kennt hier jeden, jeder kennt, mag (oder fürchtet) sie, denn sie ist eine mit
alles Wassern gewaschene Geschäftsfrau. Zwei Stauden Bananen und weitere 30 kg
Obst und Gemüse werden mit afrikanischen Methoden zum Hafen verfrachtet, ins
Dinghi geladen, und den weiten Weg zum Schiff hinaus transportiert.
20 kg Wäsche werden zum Waschsalon geschleppt, dann sauber (und sogar trocken geblieben!)
wieder zurück gebracht. Dann „nur noch“
alles einräumen, und endlich gibt es zur Belohnung einen erfrischenden
Sprung ins Wasser.
Morgen werden wir ganz früh an der Tankstelle anlegen, noch
einmal Wasser bunkern und dann etwas weiter südlich in einer schönen Bucht noch
eine Ankernacht verbringen.
Zum Wochenende hin wird die Windrichtung optimal sein für
unseren Start über das große Wasser!
2.2.22:
Mindelo
A funny
number for a date, which we will mark our arrival day in Cape Verde!
The closer
we get to the island of Sao Vicente, the stronger the wind and waves become!
For the first time we see large flying fish and frigate birds.
We wait for
taking down the mainsails and foresails until we are in calmer seas in the lee
side.Once again, we are glad about our powerful “smart horses”, that push us
safely into the bay of Mindelo. What a sight!
Tankers,
ferries, cable ships , sailing yachts of all kinds and different countries at
anchor, some semi-sunken scrap heaps, some even inhabited, a forest of masts
within the marina, colorful fishing boats in front of the small beach.
We pass a
large steel monster called PETER FABER OPTICAL, from which a few tiny figures
wave down and take pictures. Later (when we finally have internet) we find a
nice picture of us on the Wharram Facebook page, with the caption: Welcome to
Mindelo! Nice! It turns out that one of the engineers is a Wharram fan, whose
father once restored a „Tehini“ many years ago.
Even later
we can tell him that this very Tehini is anchored there. It now belongs to
Willi Schweizer, a Facebook Wharram friend,
whom I finally get to know in person.
Because of
the strong gusts (up to 45 Kn!) we decide not to enter the (expensive) marina,
but to anchor outside. Our spade anchor holds up well, we celebrate our arrival
with fine sparkling wine followed by an an extensive nap.
While I
drive ashore with the dinghy in the afternoon to declare our entry and – very
importantly – to get an Internet card, Hanneke soon spottes two more Wharrams
at anchor.
Of course,
there is a small Wharram meeting. Hanneke and Berti visit BOOBY BLOO (formerly
YINGYANG), a Tehini 51, whose crew later inspects the LARGYALO.
The entry
formalities prove to be uncomplicated (as soon as the port police is finally found),
cost-free and completely corona-free: Neither a PCR test is required (as I had
previously researched on the Internet), nor does anyone want to see our
vaccination certificates. Amazing!
The
Floating Café next to the marina proves to be a hub for everything that
interests Atlantic Sailors. It’s a place where you can safely park the dinghy,
meet everyone who has just arrived, has been here for a long time, or does not
want to leave at all. Rasta-headed senior hippies, young families with small
children, adventure crews in all shades, hitchhikers hoping for a ride to South
America, the Caribbean or Senegal. Even a German craftsman couple on the “Walz”
and in traditional costume can be seen!
I am happy
to meet again my friend Cécile from Port
Napoléon days. She is French-Senegalese-Capverdian and lives in Mindelo.
Having
legally entered ship and crew into the country, I spend the morning until late afternoon in
this café. In addition to information, internet and good food, there is always
something to see, to get to know someone or to meet again.
Only a part
of the crew enjoys a restaurant dinner, since it is advisable not to leave the
ship at anchor unattended. Wolfgang and
Lemmy are armed to the teeth with gaff (fisherman’s hook), pepper spray, sonic
cannon and electric chainsaw. Our Largyalo will certainly not be plundered!
Today’s
program was grocery shopping. Thanks to
Cécile, shopping at the vegetable market becomes a real event. She knows
everyone here, everyone knows, likes (or fears) her, because she is a cunning
negotiator. Two bananas tree branches and another 30 kg of fruit and vegetables
are transported to the port using African methods, loaded into the dinghy, and
transported the long way out to the ship . 20 kg of laundry is dragged to the
laundromat, then brought back clean (and even stayed dry!). After having stowed
everything away, the reward is a refreshing jump into the water .
Tomorrow we
will dock very early at the gas station, bunker water again and then spend an
anchor night a little further south in a beautiful bay.




















