Monkey Island

Nach fast drei Wochen Trockendock liegen wir noch eine Woche vor Anker in der Linton Bay. Gegenüber der Marina liegen mehrere steil aufragende Dschungel-Inseln, von denen nur wenige an der Mangrovenküste bewohnt sind.
Monkey Island ist in Privatbesitz, doch in den verfallenen Gebäuden wohnen nur noch einige größere Affen. Von einer Inselerkundung wird man durch große Warnschilder („Privatgrund“, „Vorsicht, bissige Affen“)abgeschreckt.
Tatsächlich sind die Affen durch fütternde Besucher nicht nur zutraulich, sondern recht aufdringlich und fordernd geworden.
Vor Anker erleben wir am frühen Morgen und besonders, wenn es zu regnen beginnt, wahre Brüllaffen-Konzerte!
Unterlegt wird das ganz von Krötengequake und Vogelrufen.
Sehr selten sieht man die stillen Bewohner dieses Urwaldparadies:
die Faultiere.
Umso mehr freuen wir uns, daß wir nun nach Bocas, wo sich auch eines dieser „Slow Motion“- Exemplare auf unseren Bug verirrt hatte, wieder einen an der Reling hängen sehen!
Diese faszinierenden Tiere mit dem lächelnden Gesicht schwimmen anscheinend gerne mal ans Festland. Dabei dienen ihnen die vielen gärenden Blätter in ihrem Magen als Auftriebskörper. Darüberhinaus sind sie auch nie einsam, den in ihrem Fell lebt eine Vielfalt von Parasiten, Algen und Mikroorganismen. Jedenfalls wird dann jedes schwimmende Objekt als Pausenstopp genutzt, und so kann es vorkommen, daß man einen blinden Passagier an Deck findet.
Dieser wurde mit Hilfe von Einheimischen wieder zurück auf seine Insel verfrachtet.

Wir sind nun auf dem Weg nach Shelter Bay, an der Einfahrt zum Panama Kanal, und werden morgen unseren Durchfahrts-Termin erfahren.

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