A living legend lives no more….
Wir sind dankbar, daß es ihn gab, daß wir mit ihm befreundet waren, und für die vielen schönen Erlebnisse, die wir mit und dank ihm hatten.
Ohne ihn gäbe es die Largyalo nicht.
Auf der offiziellen Wharram-Webseite hat Hanneke mit sehr schönen Worten seinen Tod bekannt gegeben.
(deutsche Übersetzung ganz unten)
Hanneke’s unerschöpfliche Energie und Stärke brachten ihn immer wieder unter Segel, und ermöglichten es uns und vielen anderen Wharram Schiffsbauern und Seglern, ihn bis ins hohe Alter an Bord seiner „Spirit of Gaia“ zu erleben.
Hier unsere persönliche kleine Erinnerungs-Galerie:
1999: Besichtigung der „Gaia“ auf dem Trockendock in Korfu
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| Plaudern mit James in GAIA’s gemütlicher Küche |
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| GAIA auf dem Trockendock in der Gouvia Marina |
2002:Besuch auf unserer Pforzheimer Betonwerft
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| Ich bin hin und weg von ihm! |
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| Hanneke überprüft unsere Modifikationen |
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| James ist einverstanden |
2003: Segeln auf der „Gaia“ um Korfu
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| James steuert uns sicher aus einer Gewitterzelle heraus |
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| Für jeden Spaß zu haben |
2013: Golden Oldies Multihull Meeting in Sète
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| Schwarzwälder Kirsch zum 85. Geburtstag |
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| mit Dick Newick, auch eine Katamaran-Legende |
2014: Hanneke, James und Paul segeln mit uns von Griechenland nach Sizilien
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| Unterwegs von Mesolonghi über Zakynthos nach Taormina |
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| James überwacht alles von oben |
2015: Treffen mit Jamie, James und Hanneke in Stuttgart
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| Traditionelle Schwarzwälder zum 88. Geburtstag |
2016: Mesolonghi
GAIA und LARGYALO zusammen auf dem Trockendock
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| Inspektion der Arbeiten auf Largyalo |
2018 in Lefkada
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| Endlich liegen Gaia und Largyalo nebeneinander |
2019: Nidri
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| James trohnt auf unserem Cockpit-Stuhl |
2021: Fraxià bei Nidri
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| Letztes Treffen bei bester Laune |
Hannekes Meldung auf der Wharram Webseite:
Wir sind sehr traurig bekanntgeben zu
müssen, dass James Wharram am 14. Dezember diese irdische Welt
verlassen hat und sich Ruth, Jutta und seinen vielen engen Freunden
angeschlossen hat, die vor ihm gegangen sind. Mit 93 Jahren hat sich
sein Geist auf die Reise begeben, um die Ozeane des Himmels zu
befahren.
James war ein Wegbereiter, ein Kämpfer
mit großer Entschlossenheit und Vision. Schon in jungen Jahren
folgte er seinen Leidenschaften – die Hügel zu durchstreifen – für
faire Politik – für intelligente Frauen – die Meere zu befahren –
das polynesische Doppelkanu als ozeantaugliches Schiff zu beweisen –
ein Mann des Meeres zu werden.
Diese Leidenschaften machten ihn zu
einem Pionier des Katamaransegelns und zu einem weltbekannten
Designer einzigartiger Doppelkanu-Katamarane, die heute die Ozeane
befahren. Er entwarf für Menschen, die aus dem alltäglichen Leben
ausbrechen wollten, gab ihnen Boote, die sie zu einem erschwinglichen
Preis bauen konnten, und gab ihnen die Möglichkeit, Menschen des
Meeres wie er selbst zu werden.
Das von ihm gewählte Leben war nie
einfach, er kämpfte immer frontal gegen Konventionen und
konventionelles Denken. Seine leidenschaftliche und facettenreiche
Persönlichkeit war sehr attraktiv für starke, unabhängige Frauen,
die hin bei der Verfolgung seiner Ziele unterstützten. Beginnend mit
der unerschütterlichen Ruth, ohne die er seine Ziele nie erreicht
hätte. Die junge Jutta begleitete sie auf ihren wegbereitenden
Seereisen und wurde die Mutter seines ersten Sohnes. Leider starb sie
sehr jung an einer psychischen Erkrankung, der Folge ihrer
traumatischen Kindheitserfahrungen im Zweiten Weltkrieg.
James lebte sein ganzes Leben offen mit
mehr als einer Frau gleichzeitig. In seinen besten Jahren waren es
bis zu fünf Frauen, mit denen er in den Siebzigerjahren seine Boote
baute und segelte. Neben Ruth, die vor acht Jahren im Alter von 92
Jahren starb, war ich seine andere Lebenspartnerin und
Seelenverwandte. Ich traf James zum ersten Mal, als er in den 1960er
Jahren voller Energie dabei war, seine Reihe von Classic Designs zu
entwerfen. Dadurch wurde er in der alternativen Gesellschaft der
1970er Jahre zu einer Kultfigur. Mit der Zeit wurde ich sein
Designpartner und zusammen mit Ruth waren wir eine unzerbrechliche
Einheit. Ich schenkte ihm seinen zweiten Sohn, und zusammen brachten
wir viele neue Doppel-Kanu-Designs zur Welt.
James erreichte alles, was er sich in
diesem Leben vorgenommen hatte, erhielt aber erst in den letzten
Jahren öffentliche Anerkennung vom Establishment. Das letzte Projekt
war seine vor einem Jahr unter dem Titel „People of the Sea“
veröffentlichte Autobiografie, an der er viele Jahre gearbeitet
hatte, weil er seiner eigenen Schriftstellerei gegenüber sehr
kritisch war. Wir haben zusammengearbeitet, um das Buch zu
vervollständigen und zu veröffentlichen.
Man bezeichnete James als den großen
James Wharram, die lebende Legende, aber er sah sich selbst nicht so.
Er war sich bewusst, dass es seine große Anhängerschaft von
Schiffsbauern und Seglern, ihre schönen Boote und großen Reisen
waren, die die berühmte Wharram-Welt schufen. Sie betrachtete er als
die wahren Helden.
Leider begann James‘ Gehirn, das er
immer als eigenständige Einheit bezeichnete, in den letzten Jahren
aufgrund von Alzheimer zu versagen. Er war sehr verzweifelt über
seine schwindenden geistigen Fähigkeiten und hatte Mühe, sein
reduziertes Dasein zu akzeptieren. Die Aussicht auf einen weiteren
Zerfall war für ihn nicht zu ertragen, und so unternahm er den
schweren Schritt, ihn selbst anzuhalten. Mit großem Mut lebte er
sein Leben und mit großem Mut entschied er, dass es an der Zeit war,
es zu beenden.
In diesem Moment des großen Verlustes
sollten wir uns alle an die guten und herrlichen Zeiten eines
erfüllten Lebens erinnern. Dies ist nicht das Ende: Ich, wir, die
ganze Wharram-Welt wird seine Arbeit am Leben erhalten.
– Mit freundlichen Grüßen,
Hanneke |




















